Wenn du meinen Blog verfolgst, dann wird es dich nicht verwundern, wenn ich dir jetzt erzähle, dass ein authentischer Empathie, der sich im täglichen Gefühlschaos verliert, dabei ständig auf der Suche nach dem einem echten „Ich & Du“ ist. Beim lesen der Zeilen fühlst du, was ich meine. Ja genau. Dieses weite, sehnsüchtige Gefühl.
Ich bin auch eine, die nicht nur das „Wie geht´s?“ hört, sondern gleich den ganzen emotionalen Hintergrunnd-Track empfängt - ob es jemand will oder nicht. Ich sehe förmlich dein Nicken und spüre schon im Vorfeld dein wissendes schmunzeln.

Der Start in den Tag: Zwischen Kaffeetassen und Empathie-Alarm
Der Morgen beginnt förmlich wie ein Staffellauf zwischen Kaffeebecher und meinem inneren Radiosender, die alle Gefühle empfängt. Kaum trete ich ins Büro, spüre ich die Schwingungen.
Während andere sich auf den Tag einstimmen, fühle ich als hätte jemand den emotionalen Lautstärkeregler auf „Überraschung“ gedreht - und ich bin mittendrin, Moderatorin eines stets laufenden, manchmal chaotischen Gefühlskonzerts.
Der Tag zwischen Smalltalk, tiefgründigen Blicken und dem Dang nach Authentizität
Im Laufe des Tages stolpere ich durch Gespräche, die oft nur oberflächlich beginnen. Es gibt Momente in denen ich im Alltag fast schon ein Comedian mit extra viel Tiefgang bin - als Empathin mache ich mir manchmal einen Spaß daraus, wenn ich höre:“Alles gut?“ und dann in mir feststelle: „Na klar, außer mein Herz fühlt sich an, wie ein alter Radiosender, der nur noch statisches Rauschen überträgt.“
Komische Blicke folgen - mit so viel Offenheit und Authentizität können viele nichts anfangen. Da hilft dann nur ein tiefes Atmen.
Ich suche aktiv nach Momenten, in denen jemand mehr als nur die üblichen Floskeln von sich gibt. Ich sehne mich nach diesen Augenblicken, in denen die Fassade fällt und man sich wirklich begegnet - ohne Filter und ohne Masken. Ich will nicht nur hören, dass es jemanden gut geht, sondern auch spüren, was in ihm vorgeht.
Und manchmal, wenn ich einem tiefen, ehrlichen Blick begegne oder ein Gespräch führe, das über „Wie war dein Wochenende?“ hinausgeht, dann funkelt etwas in mir, als hätte ich gerade das perfekte, unverschlüsselte WLAN-Passwort der Seele empfangen. Diese Momente - so selten und kostbar - sind wie Oasen im endlosen Meer aus oberflächlicher Kommunikation.
Die Sehnsucht nach Verbindung - Mehr als nur ein Gefühl
Es gibt Tage, da fühlt es sich an, als würde mein Herz in einem riesigen Echo verlorener Gespräche mitschwingen. Ich bin ständig auf Empfang, sauge all die Emotionen auf und frage mich: „Wo bleibt das echte Ich & Du?“
Ich will Menschen, die Ihre Masken ablegen, die bereit sind, in die Tiefe zu gehen und sich wirklich zeigen. Keine flüchtigen Emojis, kein oberflächlicher Smalltalk - sondern echtes Miteinander, bei dem man sich in die Augen sieht und spürt: „Hier bist du angekommen.“
Klar, manchmal möchte ich meinen inneren „Nicht-stören“-Modus anschalten - aber dann kommt dieser Augenblick, in dem jemand mir ohne zu Zögern seine Seele öffnet. Und dann weiß ich: Das ist es, wonach ich mich so sehr sehne.
Humor als Rettungsleine
Trotz all dieser tiefgründigen Sehnsucht schaffe ich es, über den ganzen Wahnsinn des Empath-Seins zu lachen.
Ich lache über die Momente, in denen ich als wandelnder Stimmungsradar plötzlich meinen Kaffee verschütte, weil ich im Gedankenversand einen besonders intensiven Gefühlsimpuls empfange. Oder wenn ich in einem Meeting realisiere, dass ich gerade mehr die Gefühle meiner Kollegen als den eigentlichen Inhalt verarbeite.
Ach Gott und wie oft ich lache, wenn ich vor lauter Reizüberflutung meinen Schlüssel, der direkt vor mir liegt, einfach nicht finden kann.
Humor ist für mich der Retter, der mir hilft, all die intensiven Emotionen zu sortieren - ein kleiner Reminder, dass es okay ist, auch mal einfach nur zu lachen, wenn das Herz schwer wird.
Denn am Ende des Tages geht es nicht nur darum, zu fühlen und zu spüren, sondern auch darum, das Leben mit einem Augenzwinkern zu betrachten.
Fazit: Auf der Suche nach dem echten „Ich & Du“
Als authentische Empathin bin ich ständig auf der Suche nach echter Verbindung. Zwischen Kaffeepausen, überfüllten Bürotagen, Familienchaos und endlosem Empfang von Emotionen lerne ich jeden Tag:
- Echte Verbindung ist mehr als nur das Teilen von Worten
- Es ist das tiefe, unverschlüsselte Signal, das uns wirklich berührt
- Und manchmal ist es genau dieses Signal, das uns daran erinnert, dass wir nicht allein sind.
Wenn du dich auch manchmal in einem Meer aus oberflächlichen Grüßen und halbherzigen Smalltalks verlierst, dann weißt du: Die wahre Magie liegt im Moment, in dem sich zwei Mensch so begegnen, dass alle Filter wegfallen. Inklusive der Gänsehaut die dadurch entsteht.
Also lasst uns gemeinsam nach dem echten WLAN der Seele suchen - mit Humor, Tiefgang und einer ordentlichen Portion Herz.
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